Schilddrüsenprobleme des Hundes nehmen zu!

Aber auch Nierenprobleme werden seit 2007 vermehrt festgestellt.

Fakt ist, das seit dieser Zeit der Boom nach Barf und Rohfütterung beständig zugenommen hat. Barfen ist Kompliziert und auch lange nicht für jeden Hund geeignet.


Das Phosphor- Kalzium Verhältnis in der Hunderation ist eines der kritischten Punkte für die optimale Gesundheit. Gerade in selbst zubereiteten Mahlzeiten ist es unwahrscheinlich schwer, das ausgewogene Verhältnis zu erzielen. Es ist eine nicht wissenschaftlich untermauerte "Ideen" eines Laien, Knochenmehl diesen Mahlzeiten zuzusetzen. Knochenmehl enthält beides, Kalzium als auch Phosphor, was dann die Ausgewogenheit der Ration negativ beeinflusst. Es gibt eine Reihe von gesundheitlichen Problemen, die durch Rohfütterung und Barfen ausgelöst werden, zum Bespiel:

Sekundärer Hypoparathyroismus und Nierenfehlfunktion, ausgelöst durch die Unfähigkeit der Niere, hohe Mengen an Phosphor aus dem Körper zu leiten. Scheitert die Niere an den viel zu hohen Phosphormengen, dann kompensiert der Körper dieses Problem durch den Entzug von Kalzium aus den Knochen um den Blutkreislauf und dessen Phosphorgehalt. Dies wiederum hat eine Reihe von Problemen der Knochenstruktur zur Folge. 

Schilddrüse des Hundes

Fütterungsbedingte Überfunktion der Schilddrüse

Siehe dazu auch: Journal of Small Animal Practice 2012; 53, 182–184.

Werden zu viele Schilddrüsenhormone durch Fleisch aufgenommen, dann führt das zu einer Überversogung mit diesem Hormon. Insbesondere gebarfte Tiere (Fütterung mit rohem Fleisch und anderen rohen Futterbestandteilen) die viele Strossen, Schlundfleisch, Kehlköpfe usw. erhalten, können an einer Überversorgung mit Schilddrüsenhormonen erkranken.
In einer Studie wurden diese Fälle untersucht.
 
Grundlage:
Gemessen wurde die T4 Konzentration in Hunden, die roh gefüttert wurden,.Gemessen wurden die Werte während der Barf- Diät und nach der Futterumstellung. 
Methode:
Zwischen 2006 und 2011 wurden 12 Hunde  mit einer hohen T4 Konzentration im Plasma unter Barf- Fütterung untersucht. Dabei wurden die T4 Werte und die TSH Konzentration im Plasma noch unter Barf- Fütterung und später dann nach Futterumstellung ausgewertet.
Ergebnis
Die 12 Hunde hatten ein durchschnittliches Alter von 5 Jahren. Durschnittlich lag der T4 Wert zu hoch bei 156 nmol/L (≈12 μg/dl). Bei 6 Hunden wurde das Schilddrüsen- Stimulationshormon TSH gemessen und es war zu niedrig Nur bei einem Hund war TSH im Normalbereich.
Sechs Hunde zeigten die klinischen Symptome einer Überfunktion: Gewichtsverlust, Agressivität, Unruhe, Hecheln, usw. Die anderen 6 Hunde zeigten keine Symptome.
Nach einer Futterumstellung normalisierten dich die T4 Werte bei 8 Hunden und auch die Symptome der Überfunktion bildeten sich zurück. 
Zusammenfassung
Fütterungsbedingte Überfunktion der Schilddrüse kann bei Hunden auftreten, die mit rohem Fleisch (Barf) gefüttert werden oder auch bei Hunden, die viel getrockneten Schlund (mit enthaltenem Schilddrüsengewebe) erhalten.  Zu hohe t4 Werte, auch wenn sie ohne klinische Symptome einhergehen, müssen tierärztlich behandelt werden und die Fütterung sollte durch einen Fachmenschen bewertet und verbessert werden.

T3 niedrig, TSH Hoch...Kupfermangel ?!

Kupfermangel und Schilddrüsenfunktion

Ratten wurden 35 Tage lang mit einer Diät mit genügend, zu wenig und  deutlich niedrigem Kupferanteil gefüttert. Der Kupfermangel führte zu einem signifikantem Anstieg des Blut- Cholesterols und die Plasma Thyroxin Konzentration sowie auch die Körpertemperatur fielen deutlich ab. Im Vergleich zu den Ratten mit angepasstem Kupfergehalt in der Nahrung hatten die Ratten mit zu wenig oder kaum Kupfer im Futter wesentlich niedrigere T3 Werte und wesentlich höhere TSH Werte aufzuweisen, Auch hatten die Mangelernährten Ratten in der Leber weniger Enzym das für die Umwandlung von T4 zu T3 verantwortlich ist.

Kommentar: Die Studie lässt vermuten, dass ein Kupfermangel den Schilddrüsenhormonhaushalt beeinflusst und einen Hypothyroismus fördert. Dies zeigt sich in einem niedrigen T3 Wert und einer niedrigeren Körpertemperatur und einem erhöhten TSH Wert. Kupfer, Zink und auch Selen wirken auf den Schilddrüsenhormonhaushalt ein und ein Mangel an einer der vorgenannten Spurenelemente kann für Hypothyroismus der Auslöser sein.

Kupfer wird oft als toxisches Mineral bezeichnet, doch tatsächlich beachtet man zu wenig die Folgen einer Mangelernährung mit dem für den Körper essentiellen Kupfer.


Lukaski H C et al. Body temperature and thyroid hormone metabolism of copper deficient rats. Nutr Biochem 1995;6:445-451.


Ergänzend
Vor einiger Zeit gab es einen Ausbruch von Hamburger- Thyrotoxie beim Menschen und es endete darin, der durch die Verarbeitung von gehacktem Rinderschlund ausgelöst wurde, der Schilddrüsengewebe des Rindes enthielt. Aus diesem Grunde wurde ees verboten, dass Schlundfleisch weiterverarbeitet werden darf. Das Schilddrüsengewebe hat eine ähnliche Färbung wie Muskelfleisch, darum war es möglich, dieses Schlundhack weiter in Burgern und Würsten zu verarbeiten. Sowohl Menschen als auch die Tiere, die ein solches Fleisch verzehren, können dadurch an einer Überfunktion der Schilddrüse erkranken.

 

Siehe dazu auch:

Fleisch, das von Kehlkopf- und Luftröhrenabschnitten mit Hilfe eines Separators gewonnen und gewolft wird, und bei dem der Verdacht besteht, dass es Knorpel- und Schleimhautreste enthält, darf nicht unter der Bezeichnung „Verarbeitungsfleisch gewolft" für die Herstellung von Fleischerzeugnissen in den Verkehr gebracht werden. Dies hat das Verwaltungsgericht Lüneburg entschieden (Urteil v. 14. März 2013, Aktenz: 6 A 41/10).

http://www.verwaltungsgericht-lueneburg.niedersachsen.de/portal/live.php?navigation_id=19487&article_id=113654&_psmand=127

 

Wer also Schlund, Schlundfleisch, Halsfleisch, Strossen, Kronfleisch, Putenhälse, Hühnerhälse, Speiseröhren, usw. füttert, der sollte diese Gefahr nicht unterschätzen!


 
Referenzen:

  1. Peterson ME, Ferguson DC: Thyroid diseases, In: Ettinger SJ (ed): Textbook of Veterinary Internal Medicine: Diseases of the Dog and Cat (Third Edition). Philadelphia, WB Saunders Co., 1989;1632-1675.
  2. Peterson ME: Hyperthyroidism and thyroid tumor in dogs. In: Melian C, Perez Alenza MD, Peterson ME, Diaz M, Kooistra H (eds): Manual de Endocrinología en Pequeños Animales (Manual of Small Animal Endocrinology). Multimedica, Barcelona, Spain, 2008;113-125.
  3. Hedberg CW, Fishbein DB, Janssen RS, et al. An outbreak of thyrotoxicosis caused by the consumption of bovine thyroid in ground beef. New England Journal of Medicine 1987;316:993-998.
  4. Kinney JS, Hurwitz ES, Fishbein DB, et al. Community outbreak of thyrotoxicosis: epidemiology, immunogenetic characteristics, and long-term outcome. American Journal of Medicine 1988;84:10-18.
  5. Köhler B, C. Stengel C, Neiger R. Dietary hyperthyroidism in dogs. Journal of Small Animal Practice 2012; 53, 182–184. 
  6. Billinghurst I. The Barf Diet: Raw Feeding for Dogs and Cats using Evolutionary Principles.  2001.


Lieber Hundefreund,

unsere Produkte werden nicht direkt von uns verkauft, sondern können nur über angeschlossene Vertriebspartner bezogen werden. Der Grund dafür ist sehr einfach: Wir möchten uns auf das konzentrieren, was wir am besten können.

Bestes und qualitätsvolles Futter bereitstellen, neueste Erkenntnisse der Hundeernährung sinnvoll umsetzen und beratend bei Problemen zur Seite stehen.

Unsere Händler und Vertriebspartner sind Hundefreunde, die ihre Kunden kennen und schätzen und unsere Produkte aus Überzeugung führen.

Die Qualität der Rohstoffe, die Zusammensetzung der Rezepturen und die Art des Vertriebs bieten keinen Platz für größtmöglichen Kommerz und riesige Gewinnspannen für Supermärkte oder Einkaufsgemein-schaften, aber es steigert die Freude an dem was wir tun durch gesunde Hunde und zufriedene Kunden.

In der Regel werden wir entdeckt oder von Tierbesitzern, die unsere Produkte kennen, empfohlen. Dieser Empfeh-lung können Sie vertrauen. Links zu den Onlineshops unserer Vertriebs-partner finden Sie hier: 

Telefon:

(04321) 963 9150