Gallensteine beim Hund

unterscheiden sich so ganz von den Gallensteinen des Menschen.

Die Gallensteine des Hundes bestehen zumeist aus Bilirubin und nicht aus Cholesterol, wie beim Menschen.

Gallensteine entstehen durch eine veränderte Zusammensetzung der Gallenflüssigkeit.Bilirubin entsteht entweder durch einen vermehrten Abbau roter Blutkörperchen (Hämolyse) oder durch bakterillen Abbau, z.B. bei einer chronischen Entzündung der Gallenblase. Es sollte unbedingt nach einer parasitären Erkrankung gesucht werden!Es gibt Rundwürmer, die in der Galle und im Gallengang leben.( Annals of sugery 1966, Pathogenesis of calcium bilirubinate gallstone: role of E. coli, beta-glucuronidase and coagulation by inorganic ions, polyelectrolytes and agitation.)

Auch eine E. Coli Infektion kann zu Gallensteinen führen.

Der Hund zeigt auch nicht die gleichen Beschwerden in einem akuten Fall, auch wenn Mensch und Hund gleichermaßen daran erkranken können.Gallenblasenstörungen beim Hund sind wesentlich schwieriger zu diagnostizieren. Beim Hund führt es meist zu Verdauungsproblemen, Schmerzen im Magen- Darmbereich und einer Imbalance von Nährstoffen und Enzymen, aber auch Appetit- und Gewichtsverlust, Erbrechen, Durchfall, hell gefärbter Kot und Gelbsucht, machmal auch Fieber. Und meist treten diese Symptome auf, bevor überhaupt ein Gallenblasenproblem diagnostiziert werden konnt. Es gibt 3 Arten der Erkrankung der Gallenblase: Obstruktiv, Nicht- Obstructiv und Riss der Gallenblase oder des Gallenganges. Manchmal kann man eine leichte Verdickung im oberen rechten Bereich des Darmes bemerken, wenn die Gallenblase entzündet ist.

 

Galle und Bilirubin werden in der Leber produziert und dann in der Gallenblase bereitgehalten. Die Gallenblase ist dabei wie eine Art Ballon, sie ist einfach ein Behälter für die Gallenflüssigkeit, die von der Leber produziert wird. In der Gallenblase wird die Gallenflüssigkeit zwischen den Mahlzeiten gespeichert und sozusagen "konzentriert", dadurch wird die Gallenflüssigkeit wirkungsstärker.Die Galle wird dann bei Bedarf, also während der Nahrungsaufnahme, durch den Gallengang in den Dünndarm abgegeben.Gallenflüssigkeit zerlegt Fette in verstoffwechselbare Teilchen. Die Gallenblase hat auch eine Verbindung zur Bauchspeicheldrüse.

Wenn die Gallenblase nicht gut funktioniert, so hat das auch Auswirkung auf die Leber. Aber auch wenn die Leber nicht gut arbeitet, hat das einen Effekt auf die Gallenblase. Wenn die Bauchspeicheldrüse geschwollen ist oder wenn sich dort ein Tumor gebildet hat, dann kann das den Gallenfluss behindern.Und wenn sich dann Galle und Bilirubin in der Gallenblase stauen, können sich Gallensteine bilden. Der Nachweis dafür erfolgt im Blutbild über die Alkaline Phosphatase, werden aber zu viele Leberenzyme festgestellt, ist der Ursprung des Problems wahrscheinlich die Leber. Werden nur eine erhöhte alkaline Phosphatase und ALT nachgewiesen ohne eine Erhöhung der Leberenzyme, dann ist die Ursache bei der Gallenblase selbst zu suchen.

 

Bei einer noch frühen Erkrankung kann die Gabe con Mariendiestel hilfreich sein. Bei kleinen Hunden verwendet man etwa 1/4 - 1/3 der menschlichen Dosis. Rohfaserreiche Nahrung und auch Vitamin C gaben können sich positiv auswirken, auch Lecithin kann hilfreich sein. Zusätze wie Haferflocken oder gekochter Reis binden giftige Stoffwechselabfallprodukte und entlasten so die Leber.Bitte keine Artischocke geben, da es kontraproduktiv ist, denn diese Pflanze regt die Gallentätigkeit an.

 

Die Gabe von Lecithin kann sich äusserst positiv auswirken.

Meine Fütterungsempfehlung für einen Hund ist in diesem Fall:

Ballaststoffreiche Kost (Reis oder auch Rübenschnitzel, Fruchtfasern, geraspelte Karotte,geraspelter Apfel, usw.), möglichst wenig Kohlenhydrate (zum Beispiel Futter mit Bananenmehlkomponente), Fütterung von rohem Eigelb (100% Bioverfügbarkeit der Nährstoffe, reich an Lecithin) zusätzlich zum Fleisch.

Lecithin sind besondere Lipide mit emulgierender Wirkung. Im Gallensaft ist Lecithin enthalten. Es hilft bei der Emulgierung der Nahrungsfette, verbindet aber auch die Bestandteile des Gallensaftes miteinander.

Vor allem der Lecithin-Bestandteil Phosphatidylcholin soll in der Lage sein, das Wachstum von Gallensteinen zu verhindern und die Steine sogar aufzulösen.

Das Lecithin fördert die Entleerung der Gallenblase, so dass sich keine Steine bilden können.

 

Hunde mit Gallensteinen haben das Risiko auch an Diabetis zu erkranken. Darum sollte die Kost kohlenhydratarm sein. Da die Gallenflüssigkeit durch die Leber zusammengestellt wird, sollte die Leber entlastet werden. Ballaststoffe binden Schadstoffe an sich, diese belasten dann nicht die Leber und werden auf natürlichem Wege ausgeschieden. Lecithin balanciert die Zusammensetzung der Gallenflüssigkeit und sorgt dafür, dass sich keine Gallensteine bilden und eventuell vorhandene Steine abgebaut werden.

In schweren Fällen kann eine Entfernung der Gallenblase notwendig sein, ein Hund kann auch ohne Gallenblase leben. Wird die Operation erst in einem sehr späten Stadium durchgeführt, stehen die Chancen 50:50, das der Hund die ersten 3 Tage nach der OP überlebt. Nach der Gallenblasenentfernung fliesst die in der Leber produzierte Galle direkt in den Dünndarm, dadurch ist die Gallenflüssigkeit dann nicht so stark konzentriert. Man muss also dann, nach einer Gallenblasenentfernung, darauf achten, nicht zu fettige Mahlzeiten zu füttern. Das ist alles.

 

Obtruktive Gallenblasenerkrankung: Der häufigste Grund für eine Gallenblasenentfernung ist die Erkrankung der Bauchspeicheldrüse. Die Entzündete Bauchspeicheldrüse presst auf die Gallenblasen und stört so die Funktionsweise. Gallensteine können sich auch im Gallengang absetzen und so den Fluss der Galle behindern.

Nicht obstruktive Gallenblasenerkrankung: Die Entzündung der Gallenblase kann durch eine bakterielle Infektion ausgelöst werden, aber auch durch Gallensteine, Krebs, oder eine Entzündung des umgebenden Gewebes. Die nekrotische Cholecystitis ist eine Infektion der Gallenblase und der häufigste Grund für einen Gallenblasenriss.Emphysematische Cholecystitis ist eine Füllung der Gallenblase mit Gasen, die von Bakterien wie E. coli und Chlostridium perfringens produziert werden.

 

Riss der Gallenblase:Wenn die Galle nicht mehr abfliessen kann kommt es zu einer Entzündung und Infektion der Gallenblase und das führt letztlich zum Reissen der Gallenblase. Eine gerissene Gallenblase ist ein lebensgefährlicher Umstand!

 

Übrigens kann auch ein Eisenmangel zu Gallensteinen führen.Durch den Eisenmangel steigt der Transferringehalt im Blut an, weil der Körper versucht, mit dem Protein Transferrin das wenig vorhandene Eisen weiter zu transportieren. Erhöhtes Transferrin jedoch erhöht den Cholesterolgehalt und das wiederum führt dann zur Steinbildung in der Gallenblase. Dies konnte in einer Studie mit Präriehunden nachgewiesen werden.

 

Die Diagnose erfolgt über verschiedene Massnahmen, die Behandlung richtet sich nach der Art der Erkrankung.

Es muss geklärt werden, ob eine Magen- Darm- Entzündung oder eine Entzündung der auchspeicheldrüse vorliegt. Mögliche Leberabzesse und Blutvergiftung müssen abgeklärt werden. Blut- und Urinanalysen, Röntgenaufnahmen und Ultraschall sollten gemacht werden. Bei einer obstruktiven Erkrankung wird die entzündete Bauchspeicheldrüse behandelt und eventuell vorhandene Steine entfernt. Bei einer nicht obstruktiven Erkrankung können Antibiotika die Bakterien eindämmen. Bei einer gerissenen Gallenblase muss operiert werden. Es gibt dabei 2 Arten von Operation.

Die erste nennt sich Cholecystectomie und beinhaltet die komplette Entfernung der Gallenblase. Die zweite nennt sich Cholecystoduodenostomie bei der ein By-Pass gelegt wird und die Gallenflüssigkeit nicht mehr durch den Gallengang führt, weil dieser seiner Funktion nicht mehr gerecht wird.

 

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